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Geleitwort für 2017

Liebe Freunde und Förderer des Gustav-Adolf-Werkes, liebe Interessierte,

als neuer Vorsitzender der Hauptgruppe des GAW Nordkirche sowie als neuer Vorsitzender der Zweiggruppe des GAW Nordelbien und Hamburg möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich Ihnen vorstellen. Als ich 2008 nach 12 Jahren Dienst in der Diaspora in der Evanglisch-Lutherischen Propstei Kaliningrad wieder nach Deutschland zurückkam, war es für mich konsequent, mich im Gustav-Adolf-Werk zu engagieren. Zwei Gründe motivieren mich zur Mitarbeit. Zum einen möchte ich etwas von dem zurückgeben, was ich vom GAW bekommen habe. Dieses sind vor allem ein Aufenthalt in der Slowakei als Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Comenius Universität in Bratislava im Jahr 1992, und dann mein Dienst in der Propstei Kaliningrad von 1996 bis 2008. An beidem hat das GAW großen Anteil gehabt, und ich kann heute sagen, dass die Erfahrungen in diesen beiden Diasporakirchen mich theologisch geprägt haben. In beiden Kirchen lernte ich konkret, was Diaspora heisst.

Das führt mich zum zweiten Grund für mein Engagement. Es ist die Erkenntnis, dass die Kirchen in der Diaspora auf Begegnung mit anderen Kirchen angewiesen sind, wenn ihnen daran gelegen ist, ihre Tradition nicht nur zu bewahren, sondern auch weiter zu entwickeln. Als kleine Kirche ist man verständlicherweise dazu geneigt sich an den Traditionen festzuhalten; Traditionen, die über viele Jahre einen festen Halt gaben. Kirche als Leib Christi muss aber auch bereit sein, den Blick nach vorne zu richten, ohne Aufgabe des Bewahrenden, der Tradition. Kirche fragt, hinterfragt und sie prüft. Natürlich gilt das ganz allgemein für jede Kirche, nicht nur für Kirche in der Diaspora. Fragen und prüfen geht am ehesten durch Gespräch und Begegnung, durch geschwisterlichen Austausch. Im wechselseitigen Miteinander vergewissern wir uns unserer Gemeinsamkeiten, werden uns aber auch unterschiedlicher Verstehensweisen bewusst. Das GAW gibt uns Kirchen die Möglichkeit, an dieser Stelle voneinander zu lernen. In seinem Leitbild heisst es u.a.: "Das GAW unterstützt Projekte von Partnerkirchen. Es ermöglicht Begegnungen, bereichert das Glaubensleben und fördert Toleranz durch wechselseitiges Lernen." Sich an diesen öffnenden Prozessen zu beteiligen, gerade in schwierigen Zeiten, in denen das nationale und damit auf sich selbst bezogene Denken in den Vordergrund rückt, sehe ich als Herausforderung und Chance der Kirchen für viele Menschen segensreich zu wirken.

Segensreiches Wirken geht nur mit Menschen, die sich mit der Aufgabe identifizieren. Wie viele Gruppen und Institutionen hat auch das GAW der Nordkirche es nicht leicht Mitglieder für seine Arbeit zu werben. Ich möchte Sie, liebe Leserinnen und Leser, liebe Interessierte, ganz herzlich zum Mitmachen einladen. Die Begegnung mit Glaubensgeschwistern der Evangelischen Kirchen, mit denen wir verbunden sind, ist erfrischend und ermutigend, ja, sie kann auch beglückend sein.  

Die Mitarbeit im GAW geschieht in den Zweiggruppen. Die Hauptgruppe Nordkirche ist aufgeteilt in drei Zweiggruppen, Nordelbien und Hamburg, Mecklenburg und Pommern. In der Zweiggruppe Pommern ist seit einem Jahr Pastor Torsten Kiefer aus Greifswald Ansprechperson, den Vorsitz in der Zweiggruppe Mecklenburg hat Pastor Hans-Georg Meyer inne, für die Zweigruppe Nordelbien und Hamburg habe ich den Vorsitz. Dankbar bin ich meinem Vorgänger Uwe Haberland, dass er sich bereit erklärt hat, weiterhin in der Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden in der Vorstandsarbeit mitzuarbeiten. Auch Friedrich Wackernagel bleibt als Beisitzer dankenswerterweise weiterhin Mitglied im Vorstand der Zweiggruppe. Als Beisitzer in den Vorstand neu hinzugekommen ist Ekkehart Eiberger.

Danken möchte ich allen, die das GAW in der Hauptgruppe Nordkirche durch ihre aktive Mitarbeit im Vorstand vertreten haben. Herzlich danken möchte ich an dieser Stelle auch den Mitarbeitern für ihre Mitarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit.

Ein großes Dankeschön soll den vielen Spenderinnen und Spendern für ihre finanziellen Gaben zuteil werden, als auch den Kirchenkreisen und der Landeskirche für ihre finanzielle Unterstützung. Mit dem Geld konnten wieder viele Projekte in Europa (u.a. Bekämpfung der Armut in Fagaras/Rumänien), in Latein- und Südamerika (u.a. Ausbildung von Frauen in Bolivien), und sogar in Syrien (Nothilfe für die diakonische rbeit reformierter Christen) gefördert werden.
Danken möchte ich allen Gemeinden, die sich an der Konfirmandengabe beteiligt haben und damit die zwei beworbenen Projekte in Rumänien (Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus Roma-Familien) und in Syrien (Hilfe für bedrängte und verfolgte Christen über einen für diesen Zweck eingerichteten Fonds) unterstützt haben.

Mit unserem Jahresbericht wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre und grüße Sie herzlich,


MA heye osterwaldkl

Ihr
Heye Osterwald