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Rehabilitations-Zentrum Gabrielus

Das Rehabilitationszentrum "Gabrielus", es liegt 15km entfernt von Silute(Heydekrug) in Litauen, wird von der Diakone der lutherischen Kirche in Litauen geleitet. Dieses Zentrum hat Beispielcharakter für die diakonische Arbeit der lutherischen Kirche. 1904 wurde der Grundstein für diese Arbeit gelegt und nach der Freiheitserklärung 1990 wieder aufgenommen. Als ich vor zehn Jahren diese Einrichtung erstmals besuchte, war ich vollkommen erschüttert. Wenige Monate zuvor war entschieden worden, in diesem ehemaligen Pfarrhaus Drogen-und Alkoholabhängige unterzubringen und zu betreuen. Die staatlichen Stellen sahen sich nicht in der Verantwortung, diese Betreuung zu übernehmen und waren zunächst auch nicht bereit, finanzielle Hilfen zur Verfügung zu stellen. Wie gesagt, der Schock saß tief, als ich das Haus 2007 betrat. Es gab keine Heizung, eine Reihe der Fenster besaßen keine Scheiben. Das Dach befand sich in einem desolaten Zustand und die einzelnen Zimmer bedurften einer dringenden Renovierung. Wenn ich mich richtig erinnere, war seinerzeit nur eine ganz kleine Gruppe in dieser Einrichtung untergebracht. Aber die Bewohner dieses Hauses waren unendlich dankbar dafür, dass die Diakonie ihnen mit dieser Unterkunft eine Möglichkeit eröffnet hatte, ihre Abhängigkeit ernst zu nehmen und sie zu rehabilitieren. In den Jahren seit 2007 bin ich mehrfach zu Gast in dieser Einrichtung gewesen und habe mich jedesmal mitgefreut, wie sich "Gabrielus" positiv entwickelt hat. Heute können insgesamt 24 Personen in diesem Haus aufgenommen werden. Die Bewohner haben mit eigenen Händen den größten Teil der Renovierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Innenräume strahlen eine freundliche Wärme aus. Es gibt fließend Wasser und ausreichend Sanitärräume., selbstverständlich auch eine Heizungsanlage. Die Leitung liegt in den Händen eines Pfarrers der lutherischen Kirche. Die politische Gemeinde unterstützt diese Arbeit jetzt mit Fachpersonal. Die Bewohner erzeugen einen großen Teil ihrer Verpflegung selbst , indem sie Gemüse, Kartoffeln und Obst angebaut haben. Zudem gibt es auch Federvieh, Schafe, Ziegen und Schweine, die zu versorgen sind. Ziel ist es, dass die Rehabilitation nach zwei Jahren abgeschlossen ist und damit die Möglichkeit besteht, zunächst in den zweiten Arbeitsmarkt übernommen zu werden. Wenn der Weg eines unserer Leser oder Leserinnen nach Litauen führen sollte, kann ich wirklich empfehlen, dort innezuhalten. Sie werden herzlich Willkommen geheißen und mit einem kleinen Imbiss verwöhnt.

 Uwe Haberland






Bilder vom Rehabilitationszentrum Gabrielius

  • Rehabilitationszentrum Gabrielius
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